7. Orgelzyklus an St. Lambertus

Am Sonntag, den 4. Oktober 2020 findet um 17 Uhr das zweite Konzert des diesjährigen Orgelzyklus an St. Lambertus in Bergheim statt. Unsere historische Steinmeyer-Orgel, an der unser Seelsorgebereichsmusiker Simon Botschen spielt, tritt bei diesem Konzert in einen spannenden Dialog mit den verschiedenen Instrumenten der Oboenfamilie (Oboe, Oboe d’Amore, Englischhorn). Durch Orgel-plus-Konzerte präsentiert sich die „Königin der Instrumente“ aus einer anderen, spannenden Dimension, indem die Orgel vom mächtigen Soloinstrument zum kammermusikalischen Duettpartner wechselt. Die Oboen spielt die Bonner Oboistin Annette Dornauf.

Die Oboe - in Frankreich Hautbois genannt, was hohes Holz bedeutet - ist der Sopranstimme sehr ähnlich und klingt sinnlich und klar. Schon die alten Ägypter stellten auf ihren Wandmalereien die Oboe dar, somit ist sie eines der ältesten Blasinstrumente der Welt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselt die Oboe, die zunächst keine Klappen hatte, mehrfach ihren Namen und hieß bei den Römern Tibia, in Griechenland Aulos und im Mittelalter Schalmei. Ihre endgültige Form erhielt die Oboe vor 1700 und gehört der Familie der Doppelrohrblasinstrumente an, so wie auch das Fagott und der Dudelsack, die ebenfalls mit einem doppelten Rohrblatt gespielt werden. Erst 1840 erhielt die Oboe ein aufwendiges Mechaniksystem mit ungefähr 24 Klappen.Eine Sonderform der Oboe entwickelte sich um 1720 und wurde Oboe d'amore (Liebesoboe) genannt. Sie steht eine Terz tiefer als die Oboe und klingt wegen des birnenförmigen Schallbechers zarter und lieblicher. Die Große Schwester der beiden Instrumente ist das Englischhorn, welches zunächst Corna da caccia (Jagdoboe) oder Krummhorn hieß und weil man hoch zu Roß keine langen Instrumente gebrauchen konnte, wurde es krumm oder gewinkelt gebaut. Heute ist von der Krümmung am Englischhorn nur noch ein sogenannter Bogen unter dem Mundstück übriggeblieben und es hat ebenfalls einen birnenförmigen Schallbecher. Im Vergleich zur Oboe ist das "Engelshorn" (so wurde das Instrument fälschlicherweise von einem kleinen Kind genannt) eine Quinte tiefer und einen noch wärmeren, gedeckteren und melancholischen Charakter.

Der Eintritt ist frei – am Ende erbitten wir eine Spende zum Erhalt der wertvollen Orgel und zur Fortführung der Reihe.

Aufgrund der geltenden Corona-Auflagen sind aktuell nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern zugelassen. Beim Betreten und Verlassen der Kirche gilt Maskenpflicht. Ohne vorherig angeforderte Einlasskarte ggf. kein Konzerteinlass, wenn die maximale Personenanzahl erreicht ist.

Anmeldung zu den einzelnen Konzerten des Orgelzyklus:

Anmeldung Konzert 2 am 4. Oktober 2020

Anmeldung Konzert 3 am 13. Dezember 2020