Schreiben zu Corona

Liebe Brüder und Schwestern!


Wie kaum ein anderes Ereignis der letzten Jahrzehnte, betreffen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus das gesellschaftliche und damit auch kirchliche Leben in unserem Land. Den richtigen Weg zwischen törichter Verharmlosung und panischer Hysterie zu finden, ist auch für uns als Gemeinde eine Herausforderung.
„Was ist eigentlich mit dem Gottvertrauen?“, so könnte man in diesen Tagen fragen. Aber schon Jesus wurde vom Teufel in der Wüste in die Versuchung geführt, ein unnötiges Risiko einzugehen, mit dem Verweis, er sei doch von Gott behütet. „Du sollst den Herrn, deinen Gott nicht auf die Probe stellen!“ (Mt 4,7) lautet die Antwort Jesu.
Daher empfehle ich, alle Veranstaltungen und Treffen in unseren Gemeinden abzusagen bzw. zu verschieben. Allen Ehrenamtlichen, die in ihren Gruppen und Verbänden, diese Entscheidung bereits getroffen haben, sichere ich hiermit meine volle Rückendeckung zu.

Leider sind wir auch angewiesen, vorerst sämtliche öffentlichen Gottesdienste abzusagen.
Die Kirchen bleiben für das Gebet weiterhin zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Es besteht die Möglichkeit, Gottesdienste im Fernsehen, Radio und Internet mitzufeiern. Weitere Informationen auf www.erzbistum-koeln.de und www.domradio.de

Wir Priester werden weiterhin die Hl. Messe privat in den bestellten Intentionen und in den Anliegen der ganzen Gemeinde feiern. Wir wissen uns dabei mit Ihnen zu Hause im Gebet verbunden.

Täglich um 19.30 Uhr laden alle Kirchen im Erzbistum Köln durch Geläut zum gemeinsamen Gebet ein.

Bei allem was geschieht dürfen wir uns sicher sein: Keine Bedrängnis, keine Not, kein Virus und nicht einmal der Tod „können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,39).


Alles Gute und Gottes Segen

Ihr Pastor

René Stockhausen

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